Warenkunde Porzellan & Keramik
Vorwort unseres Markengründers
Warum Holst Porzellan Warenkunde vermittelt, woher unser Fachwissen stammt und weshalb Porzellan weit mehr ist als ein einfacher Gebrauchsgegenstand.
Warum wir Warenkunde vermitteln
In den Anfängen von Holst Porzellan wurde unsere Warenkunde ausschließlich für die eigenen Mitarbeiter im Hause erstellt, insbesondere für unsere Auszubildenden. Sie diente dazu, Wissen über Porzellan, Keramik, Rohstoffe, Herstellung, Gebrauchseigenschaften und Qualität nicht nur mündlich weiterzugeben, sondern dauerhaft verfügbar zu machen.
Im Laufe der Zeit häuften sich jedoch Anfragen aus dem Kreis unserer Kunden. Viele Betriebe suchten verlässliches Lehrmaterial für die Nachwuchsförderung, für Auszubildende, Fachverkäufer, Einkäufer, Servicekräfte und Entscheider im professionellen Umfeld.
Heute wissen wir, dass die Porzellankunde von Holst Porzellan über viele Jahre hinweg vielfach im Unterricht von Hotelfachschulen, in Ausbildungsbetrieben für Restaurantfachleute und Serviermeister sowie im Groß- und Einzelhandel genutzt wird. Das verpflichtet uns, diese Warenkunde nicht einseitig, sondern nach bestem Wissen und Gewissen zu formulieren.
Porzellan ist kein einfaches Massenprodukt
Für viele Verbraucher ist Porzellan scheinbar nur eine simple Masse, die in einer Fabrik per Knopfdruck hergestellt wird. Ein kurzer Einblick in unsere Warenkunde verdeutlicht jedoch sehr schnell, dass dies nicht der Wirklichkeit entspricht.
Kaum ein Wirtschaftsgut wird von so vielen Faktoren beeinflusst wie Porzellan: ein unter hoher thermischer Einwirkung gereiftes, unikates Gefüge aus Silikatverbindungen, Mineralien und zahlreichen anorganischen Bestandteilen, dessen besondere Eigenschaften keinem natürlichen Alterungsprozess unterliegen.
Porzellan ist gemacht für die Ewigkeit
Porzellan ist ein Werkstoff von außergewöhnlicher Beständigkeit. Richtig hergestellt, richtig ausgewählt und sachgerecht eingesetzt, kann es über sehr lange Zeiträume hinweg seine Funktion, Hygiene, Härte und Schönheit bewahren.
Hier in unserer Warenkunde erfahren Sie mehr über dieses spannende Material als an vielen anderen Stellen. Von der Herstellung über die Rohstoffe bis zum Gebrauch der Ware erklären wir ausführlich, was echtes Porzellan ausmacht, wie es entsteht und worauf es im professionellen Alltag wirklich ankommt.
Wenn wir einen Teller begutachten
Wenn wir einen Teller wirklich begutachten, dann schauen wir nicht nur auf seine Oberfläche. Je nach Aufgabenstellung, Bedarf und Ziel der Untersuchung wird er geprüft, belastet, analysiert und im Zweifel auch zerstört. Denn nur so lassen sich Material, Scherben, Glasur, Bruchverhalten und Gebrauchseigenschaften fachlich zuverlässig beurteilen.

Prüfung mit fachlicher Unterstützung
Je nach Untersuchungsziel arbeiten wir mit qualifizierten Partnern, Prüfinstituten und Fachstellen zusammen. Die versierte Prüfung von Porzellan und keramischen Materialien erfordert Erfahrung, geeignete Prüfverfahren, labortechnische Auswertung und ein belastbares Verständnis der keramischen Zusammenhänge.
- TÜV
- Zertifizierungsgesellschaft SGS
- Fraunhofer-Institut
- Universität Koblenz
- Hauptzollamt Hannover
- weitere fachliche Partner und Prüfinstanzen
Die Qualität von Porzellan
Die Qualität von Porzellan besteht nicht nur in dem, was wir augenscheinlich sehen. Sie liegt mehrheitlich in Eigenschaften, die dem bloßen Auge verborgen bleiben: in der Dichte des Scherbens, der Glasurhärte, der thermischen Belastbarkeit, der Kantenstabilität, der chemischen Beständigkeit und der fachgerechten Zusammensetzung des keramischen Körpers.

Unsichtbare Eigenschaften sichtbar machen
Eine qualifizierte Qualitätsprüfung von Porzellan und keramischen Materialien ist ohne fachliche Hilfe, labortechnische Untersuchungen und chemische Analysen kaum zuverlässig möglich. Was bei solchen Untersuchungen zu leisten ist, übersteigt die reine Sichtprüfung deutlich.
Ohne diese Prüfungen könnten wir viele Aussagen über unsere Produkte nicht sicherstellen. Wenn wir etwas behaupten, dann beruht dies auf Recherche, Erfahrung, praktischer Anwendung und auf der Unterstützung qualifizierter Fachstellen.
Mit Dank und Copyright an das Fraunhofer-Institut Würzburg im April 2014.
Bild: Teller flach 31 cm, Alumina-Porzellan in der Vorstufe zur Entwicklung des High-Alumina-Porzellans, Laboruntersuchung der Oberflächenstruktur in 200-facher Vergrößerung.
Für wen müssen wir Warenkunde beherrschen?
Einzig und allein für unsere gewerblichen Kunden. Warenkunde ist kein Selbstzweck und kein stupides Fachwissen. Entscheidend ist das Erlernen von Eigenschaften, um diese auf die Bedürfnisse des Kunden, des Betriebs und des jeweiligen Einsatzbereiches abzustimmen.

Warenkunde beginnt beim Kunden
Für den gewerblichen Endkunden ist Porzellan in erster Linie ein Werkzeug. Es ist Teil einer gastronomischen Gesamtleistung und muss in Küche, Service, Spülküche, Lagerung und Präsentation zuverlässig funktionieren.
Eine gute Warenkunde beginnt daher nicht beim Produkt allein, sondern bei der Wahrnehmung des Kunden: Welche Anforderungen hat der Betrieb? Welche Speisen werden serviert? Welche Belastungen entstehen im Alltag? Welche Lebensdauer, Optik und Wirtschaftlichkeit werden erwartet?
Warum ist Warenkunde so wichtig?
Porzellan ist eine in sich sehr verschiedenartige Ware. Für den Laien ist Porzellan oft kaum von einer geringerwertigen Keramik zu unterscheiden. Gleichzeitig erfüllen unterschiedliche keramische Ausführungen sehr unterschiedliche Bedürfnisse und besitzen vollkommen unterschiedliche Stärken, Schwachpunkte und Grenzen.

Beratung braucht belastbares Wissen
Porzellan ist von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich, und keines gleicht dem anderen vollständig. Globale Märkte, freier Handel, ausgelagerte Produktion, neue Rohstoffe und intensiver Wettbewerb haben die frühere Verwendungssicherheit von Porzellan stark verändert.
Der Verbraucher und insbesondere der gewerbliche Einkäufer benötigen deshalb eine fundierte Beratung, um sich für das richtige Porzellan zu entscheiden. Nur wer die Unterschiede kennt, kann Qualität, Preis, Haltbarkeit und Eignung richtig bewerten.
Woher stammt unser Fachwissen?
Der Name Holst und Porzellan ist seit vielen Jahrzehnten miteinander verbunden. Dieser Zusammenhang besteht seit 1928. Seit 1955 vertreiben wir Geschirr für den professionellen Bereich, insbesondere für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung.

Erfahrung aus mehreren Generationen
Knud Holst ist in dritter Generation Porzelliner und hat die Handwerkskunst der Porzellanherstellung zwischen 1982 und 1985 in den fünf Fabriken des Winterling-Konzerns in Windischeschenbach, Kirchenlamitz, Marktleuthen, Schwarzenbach und Bruchmühlbach erlernt.
In den Jahren 1987 bis 1996 wirkte Knud Holst vornehmlich in der internationalen Hotellerie und Gastronomie. Vom Konzern Hutschenreuther wurde er mehrfach für seine vertrieblichen Dienste geehrt und ausgezeichnet.
Seit 2000 pflegt er Holst Porzellan als Eigenmarke und ist dort vor allem für die Entwicklung und Qualitätssicherung der Kollektion zuständig. Diese Qualitätssicherung beginnt nicht erst mit der Prüfung der Produktionsausbeute, sondern bereits mit der Unterstützung und Beratung unserer Produktionspartner in mehr als zehn Ländern.
Porzellanindustrie im Wandel
Seit 1982 begleiten wir die Weiterentwicklung der Porzellanindustrie national und international. Dabei kooperieren wir auch mit Herstellern aus der Maschinenbauindustrie und halten uns über technische Entwicklungen, Verfahren, Formenbau und Produktionsprozesse auf dem Laufenden.

Anforderungen setzen und Qualität steuern
Wir entscheiden mit, welche Formen für die Herstellung unserer Ware eingesetzt werden, wie oft diese Formen benutzt werden und wie die Rezeptur unserer Glasuren ausgelegt sein soll. Wir stellen Anforderungen und setzen Maßstäbe, damit unsere Kollektion den Anforderungen des professionellen Einsatzes gerecht wird.
Diese Arbeit verbindet technisches Wissen, handwerkliche Erfahrung, internationale Produktionskenntnis und die tägliche Rückmeldung aus Gastronomie, Hotellerie, Handel und Gemeinschaftsverpflegung.
Internationale Erfahrung
Von 2012 bis 2013 begleiteten wir die chinesische Delegation und die Abgesandten der CCCLA, der China Chamber of Commerce, um die chinesische Porzellanindustrie gegenüber der Europäischen Union zu vertreten.

Weiterentwicklung von Porzellan
Ende 2018 nahmen wir auf Einladung des Staatssekretärs der Provinzregierung Shanzi an einem Zukunftsprojekt „Porzellan aus China“ teil. Zusammen mit Herstellern aus Asien brachten wir High-Alumina-Porzellan als gewerbetaugliche Qualität auf den Markt.
Wir sind auch weiterhin daran beteiligt, Porzellan weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht nur um Gestaltung, sondern vor allem um Gebrauchstauglichkeit, Belastbarkeit, Materialverbesserung, Glasurqualität und wirtschaftliche Einsatzfähigkeit im professionellen Alltag.
Was wir in unserer Warenkunde weitergeben, ist daher nicht nur die Beschreibung einer Porzellanherstellung in einer Fabrik. Es ist die Zusammenfassung internationaler Praxis in der Porzellanindustrie, die über mehr als 60 Jahre zu einer hohen und nahezu einzigartigen Herstellungskompetenz gereift ist.
Was sollten Käufer und Verkäufer mitnehmen?
Im Grunde sind es vier Dinge, die wichtig sind und deren Unterschiede im Alltag richtig angewendet werden sollten. Wer diese vier Punkte versteht, kann Porzellan sachgerechter beurteilen, besser verkaufen und wirtschaftlicher einsetzen.
Die vier Grundlagen der Warenkunde
- Porzellan und Keramik voneinander unterscheiden.
- Sichtbare Unterschiede erkennen.
- Unsichtbare Unterschiede verstehen.
- Vor- und Nachteile der keramischen Arten kennen.
Mehr dazu finden Sie unter Merkmale der keramischen Güteklassen.
Wenn Sie Ihr eigenes Fachwissen überprüfen möchten, haben wir einen kleinen anonymen Quiz erarbeitet. Hier geht es zum Quiz für Einkäufer und Fachverkäufer.
Fazit
Warenkunde ist für Holst Porzellan kein dekoratives Zusatzwissen, sondern die Grundlage für eine verantwortungsvolle Beratung, eine belastbare Qualitätssicherung und eine wirtschaftliche Nutzung von Porzellan im professionellen Alltag.
Wer Porzellan verstehen will, muss über die sichtbare Oberfläche hinausblicken. Genau dabei soll diese Warenkunde helfen: fachlich, verständlich, praxisnah und aus der Erfahrung mehrerer Generationen.
Übrigens, auch unsere Angebote sind interessant!
Nicht nur ein Blick in unsere Warenkunde lohnt sich! Unsere Angebote, besonders unsere Angebote der Woche bieten enorme preisliche Vorteile gegenüber den Listenpreisen. Alle Angebote gelten nur solange der Vorrat reicht!